| Das Energieversorgungssystem funktioniert nur im Gleichgewicht zwischen Energieerzeugung und -verbrauch. Deshalb müssen nach einem Stromausfall, und sei er auch noch so kurz, Erzeugung und Verbrauch wieder gleichmäßig hochgefahren werden – ansonsten verursacht das Ungleichgewicht einen neuerlichen Zusammenbruch der Stromversorgung. Zu den Ursachen eines Stromausfalles zählen elementare Ereignisse wie ein Erdbeben oder ein Terroranschlag genauso wie ein vergleichsweiser simpler „Angriff“ eines Bibers auf einen Freileitungsmast oder technische Gebrechen im Zuge eines routinemäßigen „Shut down“ eines Kraftwerks. Weitere Black-out-Anlässe können Missgeschicke bei Bauarbeiten (wenn z.B. ein Bagger ein Stromkabel aufreißt), Blitzschläge oder Schneedruck auf den Freileitungen sein. Die Monteure der Energieversorger sind deshalb regelmäßig und bei jedem Wetter unterwegs, um die Leitungen zu inspizieren. Kleinere Mängel können mit modernsten Messgeräten oft gleich vor Ort behoben werden, damit es erst gar nicht zu großflächigen und länger andauernden Stromausfällen kommen kann. Passiert dies aber doch, gilt in Österreich das Prinzip der sogenannten n-1 Sicherheit: sollte eine Einheit, etwa ein Kraftwerk, plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen die verbleibenden Einheiten die Versorgung aufrecht erhalten können
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