Im Strombereich ist eine weitgehende Energieautonomie Österreichs möglich. Schon heute hat die saubere Wasserkraft einen Anteil von über 60 Prozent an der heimischen Stromerzeugung von 69.000 Gigawattstunden und ist damit die wichtigste Säule der Stromproduktion. Die kalorischen Kraftwerke sind mit einem Anteil von derzeit 34 Prozent das zweite Standbein der heimischen Energieproduzenten. Hier geht die Tendenz seit Jahren in die Erhöhung der Energieeffizienz und den Umstieg auf umweltfreundlichere Gaskraftwerke und den verstärkte Einsatz von Biomasse. Dazu kommt der wachsende Anteil den alternative Energieträger – vor allem die Windkraft – zum heimischen Energiemix beisteuern. 2009 betrug dieser laut einer Studie des Verbundes erst knapp drei Prozent, soll aber in den kommenden 20 Jahren auf 10 Prozent steigen. Bei der Wasserkraft ist das Ausbaupotenzial mit bis zu sieben Terrawattstunden ungleich größer.
Da die kalorischen Kraftwerke als Backup für die witterungsabhängig funktionierende Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft auch in Zukunft notwendig sein werden, dort aber durch eine laufende Steigerung der Energieeffizienz starkes Einsparungspotenzial an fossilen Brennstoffen herrscht, bleibt eine völlige Energieautonomie Österreichs bei der Stromerzeugung ein Projekt für die kommenden Jahrzehnte.